Vom Rinascimento zum Risorgimento - Italiens Weg in die Moderne

Für die Nationalgeschichtsschreibung Italiens im 19. Jahrhundert brach mit der spanischen Herrschaft in Mailand und Süditalien im 16. Jahrhundert ein Zeitalter der Unterdrückung und Entfremdung an: Durch steuerliche Ausplünderung und von außen erzwungene Implantierung fremder Werte habe Italien seine Identität verloren, die es jetzt in einem vereinten Nationalstaat glanzvoll zurückgewinnen gelte. Die neuere Forschung sieht die Geschichte Italiens zwischen Renaissance und Napoleon sehr viel differenzierter. Die Herrschaft spanischer Vizekönige und Gouverneure hat das Elitengefüge darunter und die Dominanz lokaler Oligarchien nicht gestört, sondern gefestigt und domestiziert. Und die Wirtschaftskrisen, die sich ab etwa 1600 teilweise dramatisch bemerkbar machen, sind durch mangelnde Flexibilität für neue Märkte hausgemacht. Trotzdem bleibt Italien bis 1800 kulturell eine prägende Größe Europas. Die "Rückständigkeit" des Landes ist in diesem Licht überwiegend eine Erfindung romantischer Poeten und politischer Kreise, die sich durch einen nationalen Zusammenschluss Einfluss und Profit versprechen.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung der VHS, der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." und weiterer Partner.

Kursnummer SZ1109
Dozent/in Prof. Dr. Volker Reinhardt
Status Anmeldung möglich Anmeldung möglich
Kosten 0,00 EUR
Zeitraum Donnerstag, 29.09.2022
Dauer 1 Termin, 2 Unterrichtseinheiten
Wichtig: -
Datum Zeit Raum Straße Ort
29.09.2022 20:00 - 21:30 Uhr Onlineraum virtueller Raum nicht angegeben
Ort
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