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Deutsche Gedenkkulturen im 19. und 20. Jahrhundert

Die deutsche Geschichte, exakter: die Geschichte der Deutschen, ist im 19. und 20. Jahrhundert, einmal von den grundlegenden sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen in dieser Zeit abgesehen, von einer beständigen Umwälzung der politischen Gegebenheiten geprägt: Von der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (1806) über den Deutschen Bund (1815 - 1866), den Norddeutschen Bund (1866 - 1871), das Deutsche (Kaiser-) Reich (1871 - 1918), das Deutsche Reich als Republik (1918 - 1933), die nationalsozialistische Gewaltherrschaft (1933 - 1945), die alliierte Militärverwaltung (1945 - 1949), die Deutsche Demokratische Republik (1949 - 1990) und die Bundesrepublik Deutschland (1949 bis heute).

In diesen beiden Jahrhunderten wurden einerseits beständig feste Bezugspunkte des politischen und historischen Denkens verschoben, zerstört oder neu gesetzt, andererseits bildeten sich über den gesamten Zeitraum im zum Teil erbitterten Kampf der politischen Kräfte neue Fixpunkte heraus oder wurden zum Teil auch direkt dekretiert. Anhand von Gedenktagen mit geschichtlicher Mehrfachbelegung (am bekanntesten ist in dieser Hinsicht der 9. November) wird dieses geschichtspolitische Ringen deutlich gemacht: 22. Februar, 18. März, 1. Mai, 8. Mai, 9. Mai, 23. Mai, 14. Juli, 1. September, 3. Oktober und 9. November. Bezüge zur europäischen Geschichte dieser Zeit werden mehrfach unmittelbar deutlich.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der VHS, der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." und weiterer Partner.

Kursnummer SZ1113
Dozent/in Wolfgang Braun
Status Anmeldung möglich Anmeldung möglich
Kosten 0,00 EUR
Zeitraum Montag, 22.03.2021
Dauer 1 Termin, 2 Unterrichtseinheiten
Wichtig: -
Datum Zeit Raum Straße Ort
22.03.2021 20:00 - 21:30 Uhr Saal (EG) Steinsche Gasse 26 47051 Duisburg
Ort
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